Projekt "Ludwig-Erhardt-Schule", Salzgitter
Die
Kaufmännischen Berufsschulen Salzgitter - Lebenstedt beabsichtigten, ihrer
Schule den Namen „Ludwig-Erhard-Schule" zu geben. In diesem Zusammenhang wollte
man auch eine Büste des Namengebers im Schulgebäude aufstellen. Die dortige
Schulleitung fragte an der Steinmetzschule Königslutter an, ob diese bei der
Realisierung behilflich sein könnte.
Für den Entwurfslehreunterricht bot dieses Projekt gute Möglichkeiten. Jeder Schüler sollte einen eigenen Entwurf anfertigen. Nachfolgend wird der chronologische Ablauf dargestellt und die jeweiligen Inhalte aufgezeigt.
Einübung eines Informationsgespräches mit dem Auftraggeber: Im ersten Kontakttermin konnten die Schüler Erwartungen und Rahmenbedingungen abfragen. Es wurden die Vorstellungen des Auftraggebers herausgearbeitet und erste Ideen formuliert und skizziert.
Entwurfsskizze von Hajo Blenk
Im zweiten Schritt sammelten die Schüler selbstständig Informationen über Ludwig Erhard und die Wirtschaftswunderzeit. Es wurde auch eine Fülle an Bildmaterial zusammengetragen, so dass eine Basis für die „Porträtarbeit" zustande kam.
Bei
einem Ortstermin in Salzgitter wurden mögliche Aufstellungsorte untersucht. In
der Diskussion wurden inhaltliche Aspekte und räumliche Fragen geklärt und mit
den eigenen Entwurfsideen abgestimmt.
Der umfangreichste Teil der Arbeit war das Erstellen des Porträts (Skulptur, Büste, Grundsätzliches über Anatomie erarbeitet, und nach dem Modellieren der Grobform stellten die Details wie z.B. Ohren, Augen und Mund die Schüler vor manche Schwierigkeit.
Abgussarbeiten: Es wurden zwei- oder mehrteilige Negativformen (verlorene Form) erstellt. Die Positivform wurde als Hohlguss ausgeführt. Modellieren und Abgießen in der Werkstatt der Steinmetzschule
Am 17. Juni 1999 wurde die Ludwig-Erhard-Schule mit einem großen Festakt eingeweiht. Ein Kernprojekt war die Präsentation der in der Steinmetzschule Königslutter erstellten Arbeiten.
Die
Ausstellungsvorbereitung, der Aufbau einer Ausstellung aber auch die verbale
Vorstellung der eigenen Arbeit vor Publikum gehörten mit zum Projekt. Die
Schüler mussten ihre Idee und den Entstehungsprozess ihres Objektes
dokumentieren und präsentieren
Eine oder mehrere Arbeiten sollen realisiert werden. Die Arbeiten müssen kalkuliert werden, um dem Auftraggeber eine Realisierungsgrundlage zu geben.
Neben der gestalterisch-künstlerischen Arbeit waren das Modellieren und die Abgusstechniken der Hauptlernbereich. Darüber hinaus waren aber auch das Kundengespräch/Verkaufsgespräch und die Präsentation ein wichtiger Aspekt. Durch die Kalkulation ergab sich ein Ablauf einer vollständigen Auftragsbearbeitung, von der Auftragserteilung bis zur Präsentation und Ausführung.
Ausstellungseröffnung in Salzgitter